Gehen wir in den Städten kaputt? (DEUTSCH)



Menschen werden gejagt, vertrieben oder vor ihrer Haustür getötet. Die Kata-strophe geschieht nicht irgendwo, sondern in den Städten, in denen wir leben: in München, Frankfurt, Berlin, Hannover oder Hamburg. Die Katastrophe kommt nicht erst morgen, sie ist längst da. Die Städte, die wir gebaut haben, sind zum Problem geworden: 

— Die Luft ist vergiftet. Es sterben Pflanzen und Tiere. Die Menschen werden krank. 
— Der Lärm erzeugt Herzleiden, erhöhten Blutdruck und Magengeschwüre. 
— Die Autos haben sich zu Herren über die Menschen gemacht. Sie verletzen Fußgänger, Radfahrer und Kinder oder töten sie. 
— Wohnungen werden abgerissen. Statt dessen werden neue Banken, Büros und Kaufhäuser gebaut. 

Wir müssen verhindern, daß die Menschen aus den Städten vertrieben werden. In Trabantenstädte, getrennt nach Armen und Reichen, Junggesellen, Alten und Kinderreichen. 

Wir müssen verlangen, daß die neuen Städte menschenfreundlicher werden: mit Wohnungen, Schulen und Kindergärten, mit Geschäften und Altenheimen. 

Wir wollen dort Kinos und Cafés, Theater und Biergärten und den Milchladen an der Ecke. Oder wir werden erleben, daß unsere Gesellschaft zerstört wird und unsere Städte sterben. 

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